Schneppenhorst, Ernst

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Ernst Schneppenhorst

* 19. 04. 1881 Krefeld, † 24. 04. 1945 Berlin (ermordet); diss.

 

1887 – 1894 Volksschule in Neuss, 1895 – 1898 Tischlerlehre und Fachschule, Wanderschaft in Deutschland, Österreich-Ungarn, der Schweiz und Italien, bis 1906 Tischler, Mai 1906 – Nov. 1918 Geschäftsführer des Holzarbeiterverbands in Nürnberg, Nov. 1918 – März 1919 Regierungsvertreter und Generalkommandeur des III. bayerischen Armeekorps in Nürnberg, 18. 03. – 22. 08. 1919 bayerischer Staatsminister für militärische Angelegenheiten, ab 15. 05. 1919 auch stellvertretendes Mitglied Bayerns im Staatenausschuß, 1921 – 1933 Inhaber eines optischen Instituts in Nürnberg.

Anfang 1933 untergetaucht, seit 1934 in Berlin, im SD-"Verzeichnis der SPD-Reichstagsabgeordneten" erfaßt, 01. 09. 1938 in Berlin festgenommen, Haussuchung, Juni 1939 verzeichnet in der SD-Übersicht "Erfassung führender Männer der Systemzeit (Marxisten-Kommunisten)", Ende Sept. 1939 Untersuchungshaft im Polizeigefängnis Nürnberg, 22. 08. 1944 erneut verhaftet ("Aktion Gewitter"), Gefängnis Lehrter Straße in Berlin, dort erschossen.

 

[1911] – 1918 Vorstandsmitglied der SPD in Nürnberg, 1912 – 1920 MdL-Bayern, [1931] – 1933 Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Nürnberg und Mitglied des Unterbezirksvorstands Franken, 1932 – 1933 Vorsitzender der Eisernen Front in Nürnberg, Juli 1932 – 23. 06. 1933 MdR. 

 

Q.: Lilla, Bayerischer Landtag Nr. 512.
Bildnachweis: Reichstagshandbuch 1932, S. 330 (-> Digitalisat)

 

Weitere Informationen:

BLO-Personensuche

GND 130373958

 

Empfohlene Zitierweise:
Joachim Lilla: Schneppenhorst, Ernst , in: ders.: Staatsminister, leitende Verwaltungsbeamte und (NS-)Funktionsträger in Bayern 1918 bis 1945, URL: <https://verwaltungshandbuch.bayerische-landesbibliothek-online.de/schneppenhorst-ernst> (09. Oktober 2012).

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