Schmitz-Voigt, Paul

Schmitz-Voigt (bis 24. 07. 1913(1) Schmitz), Paul

* 14. 11. 1886 Düsseldorf, † 07. 07. 1966 München.

 

Realschule mit Primareife, 15. 04. 1903 Eintritt in die Stadtverwaltung Düsseldorf als Zivil-Supernumerar, 04. 05. 1906 Vereidigung, 01. 10. 1908 – 30. 09. 1909 Einjährig-Freiwilliger im Niederrheinischen Füsilier-Regiment 39 (Düsseldorf), 30. 09. 1909 Unteroffizier d. R., 01. 01. 1910 planmäßige Anstellung als Beamter der Stadt Düsseldorf, 01. 01. 1910 Verwaltungsassistent, 1910 Vizefeldwebel d. R., 01. 10. 1911 zur Polizeiverwaltung Düsseldorf versetzt, 10. 12. 1911 Übertritt zur Kriminal-Abteilung als Kriminalkommissar-Anwärter, 17. 04. 1912 – 18. 08. 1912 stellvertretender Führer eines Polizeireviers in Düsseldorf, 19. 08. 1912 zur Kriminal-Inspektion Düsseldorf zurück, 01. 01. 1913 Anstellung als Polizei- und Kriminalkommissar.

Sept. 1914 mit dem Landsturm-Infanterie-Bataillon des VII. Armeekorps ins Feld (Belgien) gerückt, 22. 12. 1914 zur 1. Kompanie des Landwehr-Infanterie-Regiments Nr. 56 versetzt, 24. 12. 1914 Leutnant d. R., Jan. 1915 – Nov. 1918 als Leiter und Organisator der politischen Polizei und Spionageabwehr zum Stabe des Generalgouvernements Belgien kommandiert, zuletzt Oberleutnant d. R.

Anfang 1919 Kriminalkommissar und Adjutant des Polizeichefs von Düsseldorf, Febr. 1919 – Anfang 1920 Verbindungsoffizier bei dem Korps Bergmann und Freikorps Lichtschlag, 01. 10. 1919 Exekutiv-Polizeiinspektor, 01. 10. 1919 – März 1920 Leiter der gesamten Kriminalpolizei in Düsseldorf, März 1920 Leiter der gesamten Gewerbe-, Wohlfahrts-, Veterinär- und Nahrungsmittelpolizei und des Wucheramtes in Düsseldorf, "1920 während der Spartakisten-Herrschaft zeitweise das Polizeidezernat insgesamt verwaltet", 01. 02. – 01. 07. 1921 Sonderauftrag des Reichswehrministeriums ("Spionageabwehr gegen Frankreich und seine Verbündeten in Holland erfolgreich durchgeführt").

08. 03. 1921 durch die Rheinland-Kommission aus Düsseldorf und dem besetzten Rheinland ausgewiesen, 01. 04. 1921 Exekutiv-Polizeioberinspektor, 1921 – 1922 Hörer kommunalwissenschaftlicher und volkswirtschaftliche Vorlesungen an der Universität Berlin, 27. 02. – 15. 08. 1922 Referent bei dem staatlichen Fürsorgeamt für verdrängte Beamte aus den Grenzgebieten (Berlin), 16. 08. 1922 – 28. 09. 1923 Referent bei dem Reichskommissar für Überwachung der öffentlichen Ordnung im Reichsministerium des Innern (Berlin), 28. 09. 1923 – 01. 01. 1924 Leiter der Exekutive des Reichskommissars für Devisenerfassung (Berlin), Okt. 1924 – 1925 (Winter- und Sommersemester) Studium (Staats- und Verwaltungsrecht, Rechts- und Finanzwissenschaften, moderne Kriminalpolizei, Staats- und Verwaltungswissenschaften) an der Verwaltungsakademie Berlin, 15. 12. 1924 – 29. 08. 1925 informatorische Tätigkeit in den verschiedenen Dezernaten der Berliner Kriminalpolizei, 30. 03. 1925 Kriminaldirektor.

01. 07. 1926 bei der staatlichen Polizeiverwaltung Düsseldorf, Jan. 1928 aus dem Polizeidienst ausgeschieden und als Instrukteur der Kriminalpolizei nach Chile berufen, 21. 01. 1928 Abschiedsfeier in Düsseldorf, 29. 01. 1928 – 01. 03. 1930 Organisator und Instrukteur der chilenischen Polizei und Berater der Regierung in Chile (in dieser Zeit vom Staatsdienst beurlaubt).

März 1930 – 01. 03. 1936 Leiter der Krimininalpolizei bei der staatlichen Polizeiverwaltung Düsseldorf, 01. 03. 1936 vom Polizeipräsidium Düsseldorf zum Forschungsamt des Reichsluftfahrtministeriums versetzt, Anfang 1937 Regierungs- und Kriminalrat und Stellvertreter des Chefs des preußischen Landeskriminalpolizeiamtes, Jan. 1938 – 01. 08. 1939 Leiter der Kriminalpolizeileitstelle Bremen, 01. 06. 1939 Oberregierungs- und Kriminalrat, 01. 08. 1939 – 11. 03. 1941 Leiter der Kriminalpolizeileitstelle Prag und Leiter des Kriminalpolizeilichen Verbindungsstabes des Chefs der Sicherheitspolizei und des SD in Prag, 11. 03. 1941 nach München abgeordnet und Leiter der Kriminalpolizeileitstelle München, 07. 02. 1942 mit der Vertretung des Inspekteurs der Sicherheitspolizei und des SD in München beauftragt, zeitweise [1941 – 07. 02. 1942?] auch mit Wahrnehmung der Geschäfte des Inspekteurs der Sicherheitspolizei und des SD in Nürnberg beauftragt, 15. 05. 1942 Regierungs- und Kriminaldirektor, 12. 09. 1942 – 1945 Inspekteur der Sicherheitspolizei und des SD in München, 28. 10. 1942 (?) Oberst der Polizei, weiterer Lebensweg nicht ermittelt.

 

01. 04. 1933 Meldung bei der NSDAP, April 1933 SS (Nr. 91.739), 01. 05. in den Reichsluftschutzbund, 08. 12. 1933 SS-Unterscharführer, 01. 01. 1934 RDB, 21. 03. 1934 SS-Truppführer (Oberscharführer), 14. 08. 1934 SS-Obertruppführer (Hauptscharführer), 09. 11. 1934 SS-Untersturmführer, 20. 04. – 10. 10. 1936 ehrenamtlicher Rechtsberater im Stab des SS-Oberabschnitts West (Düsseldorf), 22. 04. 1936 SS-Obersturmführer, 20. 04. 1938 SS-Hauptsturmführer, 30. 01. 1939 SS-Sturmbannführer, 30. 08. 1939 – 01. 01. 1940 als SS-Führer zum SD kommandiert, 01. 01. 1940 zum SD versetzt, 20. 04. 1940 SS-Obersturmbannführer, 07. 09. 1942 SS-Standartenführer (mit Wirkung vom 01. 09. 1942), 07. 02. 1944 SS-Oberführer (mit Wirkung vom 30. 01. 1944). 

 

Q.: Mitt. Andreas Schulz; Lilla, Polizeiverwaltung Düsseldorf.

 

Weitere Informationen:

BLO-Personensuche

GND 1011859904

 

 


(1) Nach Eheschließung mit Elisabeth Voigt Annahme des Doppelnamens Schmitz-Voigt.

 

Empfohlene Zitierweise:
Joachim Lilla: Schmitz-Voigt, Paul, in: ders.: Staatsminister, leitende Verwaltungsbeamte und (NS-)Funktionsträger in Bayern 1918 bis 1945, URL: <https://verwaltungshandbuch.bayerische-landesbibliothek-online.de/schmitz-paul> (11. September 2012).

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