Scheid, Richard

* 11. 05. 1876 Koblenz, † 19. 02. 1962 München.

 

Schulbesuch in  Koblenz, Oberlahnstein, Ahrweiler und Prüm, Lehre als Apotheker, dann sechs Jahre Tätigkeit im Beruf in Karden / Mosel, Idar, Koblenz, Königsberg, Hannover und Zürich, 1900 Niederlassung in München, dort Studium der Literatur und Kunstgeschichte, dann Gewerkschaftssekretär und Vorsitzender des Bildungsausschusses der Münchener Gewerkschaften, auch Schriftsteller (Lyriker, Pseudonym evtl.  Jakob Andries), 1901 Herausgeber von "Avalun. Jahrbuch neuer deutscher lyrischer Wortkunst", 1911 – 02. 11. 1920 Gemeindebevollmächtigter und Stadtrat in München.

Nov. 1918 Vorsitzender des Landessoldatenrates und ab Dezember 1918 Vertreter der Regierung beim Generalkommando des I. bayerischen Armeekorps, 01. 03. 1919 vom Rätekongress ernannt und  zeitweise amtierender Minister für militärische Angelegenheiten.

Nach 1933 dreimal festgenommen und vier Jahre im KZ, in der 21. Sitzung des Ausschusses des Parlamentarischen Rates für Organisation des Bundes  am 10. 12. 1948 (wegen einer eingesandten Anregung) als "früherer bayerischer Staatsminister" bezeichnet.

 

Q.; DBA II 1136, 306; III 790,150; Walther Killy (Hg.): Autoren und Werke deutscher Sprache, 12 Bde., Gütersloh [et al.] 1988 – 1992, Bd. 10; Ehberger/Merz, Hoffmann I, S. 10*; Bauer, Regierung Eisner S. 85, Anm. 15; http://en.wikipedia.org/wiki/Richard_Scheid (24. 06. 2011).

 

Weitere Informationen:

BLO-Personensuche

GND 11719364X

 

Empfohlene Zitierweise:
Joachim Lilla: Scheid, Richard, in: ders.: Staatsminister, leitende Verwaltungsbeamte und (NS-)Funktionsträger in Bayern 1918 bis 1945, URL: <https://verwaltungshandbuch.bayerische-landesbibliothek-online.de/scheid-richard> (11. September 2012).

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