I. Oberste Staatsbehörden (einschl. Gesandtschaften)

Vorbemerkung: Lücken zwischen den Amtszeiten einzelner Minister resultieren aus der Tatsache, daß zwischen dem Rücktritt eines Ministeriums bzw. eines Ministers in der Regel einige Tage bis zur Bestellung des Nachfolgers ins Land gingen, während der die/der bisherige/n Stelleninhaber gemäß § 66 Art. I der Landesverfassung gehalten waren, "bis zur Bildung eines neuen Ministeriums die Geschäfte weiter zu führen". So blieb z.B. das Ministerium v. Knilling nach ihrem Rücktritt am 05. 05. 1924 wegen Schwierigkeiten bei der Bildung der Nachfolgeregierung noch bis 02. 07. 1924 geschäftsführend im Amt. Ausnahmen sind kenntlich gemacht.



1. Die Staatsministerien [Gesamtstaatsministerium]

 

a) Staatsministerium des Äußern

Das Ministerium führte ab 01. April 1932 den Namen "Staatsministerium des Äußern, für Wirtschaft und Arbeit". Mit Gesetz vom 12. April 1933 wurde es aufgelöst, seine Aufgaben gingen auf die Bayerische Staatskanzlei, das Staatsministerium für Unterricht und Kultus und (ab 24. April 1933) das Wirtschaftsministerium über.

Die Ministerpräsidenten

(17. 03. – Aug. 1919 Vorsitzender des Gesamtministeriums) und
(bis 01. 04. 1932) Staatsminister des Äußern,
(bis 12. 04. 1933) Staatsminister des Äußern, für Wirtschaft und Arbeit.

Stellvertreter des Ministers04) des Äußern

Staatsräte

Ministerialdirektor

Referent des Ministerpräsidenten Eisner

Leiter der Abteilung Arbeit

Die Abteilung Arbeit war das ehemalige Staatsministerium für soziale Fürsorge, das 1928 dem Landwirtschaftsministerium einverleibt wurde. Als das Ministerium für Landwirtschaft und Arbeit 1932 aufgelöst wurde, kam die Abteilung Arbeit an das nun so bezeichnete Staatsministerium des Äußern, für Wirtschaft und Arbeit.

  • Staatssekretär Linus Funke (01. 04. 1932 – 18. 03. 1933)
  • Staatssekretär Hermann Esser (komm., 17. 03. – 12. /24. 04. 1933)

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b) Staatskanzlei (ab 12. 04. 1933)

 

Chefs der Staatskanzlei

  • Staatsminister Hermann Esser (12. 04. 1933 – 14. 03. 1935)
  • Ministerpräsident Ludwig Siebert (März 1935 – 01. 11. 1942 †)
  • (Staatsminister) Ministerpräsident Paul Giesler (02. 11. 1942 – 29. 04. 1945)

Staatsräte und leitende Beamte

Landesforstverwaltung

ab 01. 04. 1935 im Geschäftsbereich des Ministerpräsidenten.

Landesforstmeister (Sept. - Okt. 1945 Landesforstdirektor)

  • Ministerialdirektor Otto Erb (01. 04. 1935 – 1943)
  • Josef Henseler (1943 – Ende April 1945)
  • Ministerialrat Alfred Hoepffner (Anf. 1945 stellv., 12. 06. – 23. 10. 1945, 04. 04. 1946 – 31. 07. 1948)

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c) Staatsministerium der Justiz

1934/35 Übergang der Justiz auf das Reich.

 

Die Staatsminister der Justiz

Staatsräte

Generalsekretär und Ministerialdirektor06)

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d) Staatsministerium des Innern

 

Die Staatsminister des Innern

  • Erhard Auer (08. 11. 1918 – 21. 02. 1919)
  • Martin Segitz (01. 03. 1919 vom Rätekongress ernannt, amtierte nicht; 17. 03. – 31. 05. 1919)
  • Fritz Endres (31. 05. 1919 – 14. 03. 1920)
  • Ministerpräsident Gustav Ritter v. Kahr, Staatsrat, Exzellenz (16. 03. 1920 – 11. 09. 1921)
  • Dr. Franz Schweyer (22. 09. 1921 – 05. 05. 1924)
  • Karl Stützel (02. 07. 1924 – 16. 03. 1933) (20. 08. 1930 – 16. 03. 1933 geschäftsführend)
  • Staatsrat Dr. Ottmar Kollmann (von Minister Stützel mit der Leitung beauftragt, 15. – 16. 03. 1933)
  • Adolf Wagner (10. 03. 1933 – 12. 04. 1944 †, bis 16. 03. 1933 als Staatskommissar beauftragter Leiter, bis 12. 04. 1933 kommissarisch)
  • Paul Giesler (23. 06. 1942 m. d. F. b./ 15. 04. 1944 – 29. 04. 1945)

Leiter der Adjutantur des Staatsministers des Innern

Stellvertreter des Ministers

Staatsräte/Staatssekretäre

Ministerialdirektoren

Leiter der Abteilung Landwirtschaft (1932 – 1933)

Nach der Auflösung des Staatsministeriums für Landwirtschaft und Arbeit zum 01. April 1932 kam die Abteilung Landwirtschaft an das Staatsministerium des Innern, wo sie bis zur Errichtung des Wirtschaftsministeriums am 24. April 1933 verblieb.

Leiter der Abteilung Arbeit und Fürsorge (ab Juli 1943)

Vom Staatsministerium für Wirtschaft übernommen.

  • Staatssekretär Hans Dauser (24. 04. 1933/ Juli 1943 – 1945)

Vorstand der Obersten Baubehörde

01. 04. 1932 Leiter der Ministerialbauabteilung

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e) Staatsministerium für Unterricht und Kultus

 

Die Staatsminister für Unterricht und Kultus

Stellvertreter des Ministers

  • Gesandter (01. 06. 1919 Staatsrat [pol]) Friedrich Ackermann (22. 03. – 31. 07. 1919)
  • Staatsrat [pol] (01. 11. 1919 Staatssekretär) Alwin Saenger (01. 08. 1919 – 16. 03. 1920)

Staatsräte/Staatssekretäre

Ministerialdirektoren 14)

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f) Staatsministerium der Finanzen

 

Die Staatsminister der Finanzen

Staatsräte

Ministerialdirektoren

Ministerialforstabteilung

01. 04. 1935 Landesforstverwaltung (im Geschäftsbereich des Ministerpräsidenten).

  • Ministerialdirektor Hermann v. Reisenegger (Febr. 1914 – 31. 12. 1919)
  • Ministerialdirektor (05. 05. 1920 Staatsrat) Theodor Mantel (01. 01. 1920 – 31. 03. 1934)
  • Regierungsdirektor (01. 04. 1934 Ministerialdirektor) Otto Erb (Jan. 1934 m. d. L. b., 01. 04. 1934 – 01. 04. 1935)
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g) Staatsministerium für militärische Angelegenheiten

Das bisherige Kriegsministerium wurde ab November 1918 als Staatsministerium für militärische Angelegenheiten fortgeführt. Nach Inkrafttreten der Weimarer Reichsverfassung wurde es am 22. 08. 1919 de iure aufgehoben. Für eine Übergangszeit, bis zur Errichtung des Reichswehrministeriums am 01. 10. 1919  bediente sich "der Reichswehrminister zur Führung der Verwaltung der vorhandenen einzelstaatlichen militärischen Zentralbehörden [….], die zu diesem Zwecke in Reichswehrbefehlsstellen umgewandelt werden" (VO des Reichspräsidenten vom 20. 08. 1919 betreffend die Übertragung des Oberbefehls über die Wehrmacht des Deutschen Reichs auf den Reichswehrminister - RGBl. 1919, S. 1474); das Staatsministerium für militärische Angelegenheiten wurde die Reichswehrbefehlsstelle Bayern. Am 01. 10. 1919 gingen die Restzuständigkeiten für die Abwicklung der bayerischen Armee auf das Abwicklungsamt des früheren Ministeriums für militärische Angelegenheiten über. Nach Aufhebung der meisten militärischen Abwicklungsstellen nahm das Heeresabwicklungsamt Bayern die restlichen Angelegenheiten der Abwicklung bis zu seiner Aufhebung am 31. 03. 1921 wahr.


Die Staatsminister für militärische Angelegenheiten

Chef der Reichswehrbefehlsstelle Bayern

Chef des Abwicklungsamts des früheren Ministeriums für militärische Angelegenheiten

Chef des Heeresabwicklungsamt Bayern

Stellvertreter des Ministers

  • 1. Stellvertreter des Ministers
    Major a.D. Gottlob Paulus (22. 03. – 31. 07. 1919)
  • 2. Stellvertreter des Ministers
    Hauptmann i.G. (11. 07. 1919 2. Staatsrat) Hubert Bitsch (22. 03. – 31. 08. 1919)

Staatsräte

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h) Staatsministerium für Verkehrsangelegenheiten

Das Ministerium wurde am 16. Juli 1920 aufgehoben; seine Zuständigkeiten gingen ab 01. 05. 1920 auf das Reichsverkehrsministerium, Zweigstelle Bayern (Eisenbahnangelegenheiten), das Reichspostministerium (Abteilung München), im Übrigen nach seiner Aufhebung auf die Staatsministerien des Innern, der Finanzen und für Handel und Gewerbe über.


Der Staatsminister für Verkehrsangelegenheiten

  • Heinrich v. Frauendorfer (08. 11. 1918 – 21. 02. 191917); 01. 03. 1919 vom Rätekongress ernannt, amtierte nicht; 17. 03. 1919 – 07. 08. 1920)

Staatsrat

Vorstand der Eisenbahnabteilung18)

Vorstand der Postabteilung19)

Vorstand der Bauabteilung

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i) Staatsministerium für soziale Fürsorge

Das Ministerium wurde 14. November 1918 errichtet und 30. Juli 1928 aufgehoben. Als Abteilung Arbeit kam es dann an das Staatsministerium für Landwirtschaft und Arbeit, 1932 an das Staatsministerium des Äußern, 1933 an das Staatsministerium für Wirtschaft.


Die Staatsminister für soziale Fürsorge

Stellvertreter des Ministers

  • Staatsrat (01. 09. 1919 Ministerialrat) Hans Gasteiger (21. 03. 1919 - 29. 03. 1920)

Staatsräte

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k) Staatsministerium für Land- (und Forst)wirtschaft

Das Ministerium wurde am 01. April 1919 unter der Bezeichnung Staatsministerium für Land- und Forstwirtschaft errichtet. Da aber der Aufgabenbereich der Forstverwaltung dem Ministerium dann doch nicht zugewiesen wurde 21) und im Geschäftsbereich des Staatsministeriums der Finanzen verblieb, firmierte das Landwirtschaftsministerium seit Ende 1919 in der Regel nur noch als Staatsministerium für Landwirtschaft, ohne daß es indes zu einer förmlichen Umbenennung gekommen wäre. Durch die Zuweisung der Kompetenzen des aufgehobenen Staatsministeriums für soziale Fürsorge wurde es am 30. Juli 1928 in Staatsministerium für Landwirtschaft und Arbeit umbenannt, das am 01. April 1932 aufgehoben wurde. Seine Aufgaben gingen an die Staatsministerien des Äußern und des Innern über.

 

Die Staatsminister für Land- (und Forst)wirtschaft

30. 07. 1928 Staatsminister für Landwirtschaft und Arbeit

Stellvertreter des Ministers

→ Staatsräte

  • Staatsrat Karl Lang (03. 01. 1920 – 30. 07. 1928)

→ Ministerialdirektor

→ Abteilung Landwirtschaft

1928 eingerichtet.

→ Abteilung Arbeit

1928 eingerichtet.

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l) Staatsministerium für Handel, Industrie und Gewerbe

Das Ministerium wurde am 01. April 1919 errichtet und am 30. Juli 1928 aufgehoben.

 

Die Staatsminister für Handel, Industrie und Gewerbe

Stellvertreter des Ministers

→ Staatsräte

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m) Staatsministerium für Wirtschaft

Das am 24. 04. 1933 errichtete Staatsministerium für Wirtschaft vereinigte in sich im wesentlichen die 1918/19 gebildeten und 1928/32 aufgelösten "Revolutionsministerien", deren Zuständigkeiten als Abteilungen zuletzt den Staatsministerien des Äußern und des  Innern zugewiesen waren. Die formelle Eigenständigkeit der Abteilungen für Handel, Industrie und Gewerbe und für Landwirtschaft wurde im Juli 1943 aufgehoben, die Abteilung für soziale Fürsorge im Juli 1943 auf das Staatsministerium des Innern übertragen.

 

Die Staatsminister für Wirtschaft

→ Ständiger Vertreter

→ Leiter der Abteilung für Handel, Industrie und Gewerbe

Vom Ministerium des Äußern übernommen.

→ Leiter der Abteilung Landwirtschaft

  • Georg Luber, Leitender Staatssekretär (24. 04. – 08. 12. 1933)
  • Bürgermeister (16. 02. 1934 Staatssekretär) Fritz Schuberth27) (Dez. 1933 – 23. 11. 1939/11. 04. 1940)
  • Oberregierungsrat (01. 02. 1941 Ministerialrat, 01. 01. 1943 Ministerialdirektor) Alexander Hecker (01. 04. 1940 – 12. 06. 1944 †)
  • Ministerialrat Friedrich Lang ([vor Juni] 1944 – 10. 07. 1945)

→ Leiter der Abteilung Arbeit und Fürsorge

Vom Ministerium des Äußern übernommen, ab Juli 1943 im Staatsministerium des Innern.

  • Staatskommissar z.b.V./komm. Staatssekretär Hermann Esser (komm., 18. 03. – 12./24. 04. 1933)
  • Staatssekretär Hans Dauser (24. 04. 1933 – Juli 1943)
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2. (Generalstaats-)Kommissare

 

a) Generalstaatskommissar für den Freistaat Bayern rechts des Rheins

Die Einsetzung als Generalstaatskommissar erfolgte gemäß Art. 48 Abs. 4 WRV und gemäß Art. 64 Abs. 1 VU vom 14. 08. 1919. Nach Art. 64 Abs. 1 VU hatte die Staatsregierung "bei drohender Gefahr die Maßnahmen zu ergreifen, welche die Ruhe und Ordnung im Innern sichern oder gegenüber der Gefahr eines Angriffes von außen unmittelbar erforderlich sind. Zu diesem Zwecke kann es vorübergehend die verfassungsmäßigen Grundrechte ganz oder teilweise außer Kraft setzen." 28)


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b) Staatskommissare

Staatskommissar für Südbayern (Mai – Juli 1919)

Am 03. 05. 1919 bestellte die Regierung Hoffmann "mit Rücksicht auf die außerordentlichen Verhältnisse [einen] Staatskommissar für die Landesteile südlich der Donau. [Er] handelt nach den Anweisungen des Gesamtstaatsministeriums […]. Seinen Anordnungen auf dem Gebiet der Zivilverwaltung ist Folge zu leisten." Das Mandat war zunächst bis zum 10. 06. befristet, endete nach einer Verlängerung schließlich am 10. 07. 1919.30)


 

Staatskommissare als "besondere Beauftragte" (Ende 1919)

Durch Verordnung vom 04. 11. 1919 über die Aufhebung des Kriegszustandes und über einstweilige Maßnahmen nach Art. 48 Abs. 2 der Reichsverfassung (GVBl. 1919, S. 791) ernannte die Staatsregierung "besondere Beauftragte" mit dem Titel Staatskommissar, den Polizeipräsident von München und die Regierungspräsidenten.

 

 

Staatskommissar für München-Stadt und Land (März 1920)


Am 14. 03. 1920 übertrug die Regierung Hoffmann dem Befehlshaber des Reichswehrgruppenkommandos 4 und im Wehrkreis VII, zugleich Landeskommandant in Bayern, Generalmajor Arnold Ritter v. Möhl die vollziehende Gewalt in München und Umgebung und ernannte ihn zum Staatskommissar für München–Stadt und –Land; als Regierungskommissar wurde ihm der Regierungspräsident von Oberbayern, Dr. Gustav Ritter v. Kahr, beigegeben. Die Ernennung erfolgte auf der Grundlage der vorstehend genannten Verordnung vom 04. 11. 1919. Das Mandat erlosch mit der Ernennung des Regierungspräsidenten der Pfalz, Dr. Theodor Ritter v. Winterstein, zum Generalstaatskommissar für Bayern rechts des Rheins am 16. 03. 1920.


 

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3) Reichskommissar / Reichsstatthalter

 

Reichskommissar, 12. 04. 1933 Reichsstatthalter in Bayern

 

Staatssekretäre und leitende Beamte beim Reichsstatthalter

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4. Gesandtschaften
(einschl. Wirtschaftsstelle und Ministerialabteilung/Vertretung in Berlin)


a) Gesandtschaft Berlin
1934 bayerische Ministerialabteilung in Berlin, dann Vertretung Bayerns in Berlin;
Wirtschaftsstelle in Berlin

 

→ Bayerische Gesandte in Preußen

1920 – 1934 auch beim Reich, bis 1932 auch in Sachsen,
21. 02. 1934 Leiter der bayerischen Ministerialabteilung in Berlin,
05. 04. 1934 Leiter der Vertretung Bayerns in Berlin (bis 1945).

→ Leiter der (1921 Staatlichen Bayerischen) Wirtschaftsstelle Berlin

(ab 01. 03. 1933 offiziell mit der Gesandtschaft vereinigt)

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b) Gesandtschaft in Österreich(-Ungarn), Wien
(bis 31. 01. 1920)

 

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c) Gesandtschaft in der Schweiz, Bern
(bis 31. 01. 1920)


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d) Vertretung in der Tschechoslowakei, Prag
(Nov. 1918 – Jan. 1919)


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e) Gesandtschaft in Württemberg, Stuttgart
(bis 1919, 1922 – 1933, zugleich für Baden und Hessen, 01. 06. 1933 aufgehoben)


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f) Gesandtschaft am Vatikan
(bis 31. 05. 1934)


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g) Gesandtschaft am italienischen Hof (Quirinal)
(zum 01. 11. 1919 aufgehoben)

 

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h) Gesandtschaft in Paris, zugleich für Belgien

 

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i) Gesandtschaft am sächsischen Hof
(zum 01. 01. 1920 aufgehoben)

 

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j) Gesandtschaft in St. Petersburg
(zum 01. 01. 1920 aufgehoben)


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5. Vertreter Bayerns im Bundesrat (Nov. 1918 bis Febr. 1919), im Staatenausschuss (1919) und im Reichsrat (1919 bis 1934)

 

Bei den Datumsangaben kennzeichnen Asteriske *, wann der Ein- oder Austrit im Bundesrat/Reichsrat protokolliert worden ist.

 

a) Bundesrat (Nov. 1918 bis Febr. 1919)
Bayern (6 Stimmen)

→ Bevollmächtigte ernannt von Seiner Majestät dem Könige [1886–1913 von Seiner Königlichen Hoheit dem Prinzregenten] von Bayern

  1. Vorsitzender im Ministerrate, Staatsminister des Königlichen Hauses und des Äußern
  2. Staatsminister des Innern
  3. Staatsminister der Justiz
  4. [Staatsminister der Finanzen]
  5. [Gesandter in Berlin]
    Hugo Graf von und zu Lerchenfeld auf Köfering und Schönburg, außerordentlicher Gesandter und bevollmächtigter Minister (18. 11. 1880* – 01. 12. 1918 31)
  6. [Kriegsministerium/Militärbevollmächtigte]

Übrige Bevollmächtigte am 08.11. 1918 erloschen.

 

→ Stellvertreter

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b) Staatenausschuss (1919)
Bayern (7 Stimmen)

 

 

→ Stellvertreter

Die Reihenfolge entspricht dem Rang der jeweiligen Beamten.

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c) Reichsrat (1919 bis 1934)
Bayern (7 Stimmen, 1921 10 Stimmen, 1926 11 Stimmen 34))

 

Obwohl Bayern im Reichsrat seit 1926 über elf Stimmen verfügte, wurden diese in der Realität maximal von zehn individuellen Personen wahrgenommen.

 

→ 1.

  • Eugen Ritter v. Knilling, Ministerpräsident (08. 11. 1922 – 30. 06. 1924)
  • Heinrich Held (BVP), Ministerpräsident, Staatsminister des Äußern (01. 07. 1924 – 10. / 17. 03. 1933)
  • Franz Ritter v. Epp (NSDAP), Reichskommissar, kommissarischer Ministerpräsident (10. 03. 1933 – 12. 04. 1933)
  • Ludwig Siebert (NSDAP), (kommissarischer) Staatsminister der Finanzen, Ministerpräsident (12. 04. 1933 – 14. 02. 1934)

 

→ 2.

  • Franz Schweyer (BVP), Staatsminister des Innern (06. 10. 1921* – 30. 06. 1924)
  • Karl Stützel (BVP), Staatsminister des Innern, 1930–1932 zugleich beauftragt mit der Leitung des Ministeriums für Landwirtschaft und Arbeit (01. 07. 1924 – 10. 03. 1933)
  • Adolf Wagner, (kommissarischer) Staatsminister des Innern, Stellvertreter des Ministerpräsidenten (10. 03. 1933 – 14. 02. 1934)

 

→ 3.

  • Eduard Hamm (DDP), Staatsminister für Handel, Industrie und Gewerbe (30. 08. 1919* – 31. 07. 1922)
  • Hans Frhr. v. Welser, Staatssekretär im Staatsministerium für Handel, Industrie und Gewerbe (02. 06. 1927* – 27. 09. 1928*)

 

→ 4.

  • Fritz Schäffer, Staatsrat, beauftragt mit der Leitung des Staatsministeriums der Finanzen (16. 09. 1931 – 10. 03. 1933)
  • Ludwig Siebert (NSDAP), (kommissarischer) Staatsminister der Finanzen (10. 03. – 12. 04. 1933)
  • Ludwig Stocker, Staatssekretär, Leiter der Abteilung für Handel, Industrie und Gewerbe des Staatsministeriums für Wirtschaft (11. 05. 1933 – 14. 02. 1934)

 

→ 5.

  • Franz Xaver Goldenberger (BVP), Staatsminister für Unterricht und Kultus (09. 11. 1926 – 10. / 17. 03. 1933)
  • Hans Schemm, (kommissarischer) Staatsminister für Unterricht und Kultus (10. 03. 1933 – 14. 02. 1934)

 

→ 6.

  • Martin Segitz (MSPD), Staatsminister für soziale Fürsorge, Handel und Industrie (30. 08. 1919* – 04. 06. 1920*)
  • Heinrich Oswald (BVP), Staatsminister für soziale Fürsorge, seit 24. 07. 1928 Staatssekretär für Arbeit im Staatsministerium für Landwirtschaft und Arbeit (16. 03. 1920 – 29. 01. 1930*)
  • Linus Funke, Staatssekretär im Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit (Abt. Arbeit) (09. 01. 1930* – 10. 03. 1933)
  • Hermann Esser, kommissarischer Staatssekretär im Staatsministerium des Äußern, für Wirtschaft und Arbeit (Abt. Arbeit), Staatssekretär und Chef der Staatskanzlei (10. 03. 1933 – 14. 02. 1934)

 

→ 7.

  • Anton Fehr (DBP), Staatsminister für Landwirtschaft, Juli 1928 Staatsminister für Landwirtschaft und Arbeit (01. 07. 1924 – 24. 07. 1930)
  • Georg Luber, Staatskommissar, Staatssekretär, Leiter der Abteilung für Landwirtschaft des Staatsministeriums für Wirtschaft (10. 03. 1933 – 14. 02. 1934)

 

→ 8.

  • Fritz Endres (MSPD) Staatsminister der Justiz, 31. 05. 1919 – 14. 03. 1920 Staatsminister des Innern (15. 05. 1919* – 04. 06. 1920*)
  • Hans Frank, (kommissarischer) Staatsminister der Justiz (10. 03. 1933 – 14. 02. 1934)

 

→ 9.

  • Georg Schmidt, Staatssekretär im Staatsministerium für Handel, Industrie und Gewerbe (07. 12. 1922* – 07. 04. 1927*)
  • Hans Dauser, Staatssekretär, Leiter der Abteilung für Arbeit und Fürsorge des Staatsministeriums für Wirtschaft (11. 05. 1933 – 14. 02. 1934)

 

→ 10.

 

 

→ Stellvertreter

Am 30. August 1919 wurden die "bisherigen stellvertretenden Mitglieder des Staatenausschusses zu stellvertretenden Mitgliedern" Bayerns im Reichsrat bestellt 36).

Die Reihenfolge entspricht dem Rang der jeweiligen Beamten.

  • Karl Frhr. v. Freyberg, Staatsminister für Landwirtschaft (30. 08. 1919* – 04. 06. 1920*)
  • Konrad Ritter v. Preger, außerordentlicher Gesandter und bevollmächtigter Minister, 30. 08. 1919* stimmführender Stellvertreter "für den Fall, dass im Reichsrat kein bayerischer Minister anwesend ist" 37) (16. 01.* / 18. 02. 1919* – 30. 11. 1932)
  • Franz Sperr, Major, Ministerialrat, 1928 Ministerialdirektor, ab 01. 12. 1932 stimmführender Vertreter (17. 02. 1919* – 14. 02. 1934)
  • Friedrich Edler v. Braun, Staatsrat (Febr. 1919 – 28. 02. 1920*)
  • Philipp Ritter v. Kohl, Staatsrat (Febr. 1919 – 27. 10. 1919 †*)
  • Ludwig Huber, Staatsrat (Febr. 1919 – 19. 08. 1920*)
  • Wilhelm Ritter v. Meinel, Staatsrat (Febr. 1919 – Nov. 1922)
  • Karl Ritter v. Deybeck, Staatsrat, beauftragt mit der Leitung des Staatsministeriums der Finanzen (06. 11. 1930* für die Beratungen der Gesetzentwürfe zur Durchführung des Wirtschafts- und Finanzplans)
  • Wilhelm Ritter v. Wolf, Staatsrat (11. 02. 1919* – 31. 12. 1927)
  • Adam Ritter v. Nüßlein, Ministerialdirektor, 1921 Staatsrat (17. 02. 1919* – 31. 12. 1929)
  • Gustav Rohmer, Ministerialdirektor, 1922 Staatsrat (Febr. 1919 – 30. 06. 1928)
  • Josef Ritter v. Graßmann, Ministerialdirektor (15. 05. 1919* – 28. 02. 1922*)
  • Karl Frhr. vom Imhoff, Regierungsrat, 1922 Ministerialrat, 1928 Ministerialdirektor (06. 08. 1919* für die Dauer der Beurlaubung des Ministerialdirektors Huber, 22. 04. 1920* "bis auf weiteres", 19. 08. 1920* – 14. 02. 1934)
  • Carl Hermann Quarck, Wirklicher Legationsrat, 1928 Geheimer Rat (10. 01. 1924* – 03. 08. 1932 †)
  • Wilhelm Schenk, Ministerialdirektor im Staatsministerium des Äußern, 1933 im Ministerium für Wirtschaft und Arbeit (01. 07. 1928 – 14. 02. 1934)
  • Paul Hammer, Ministerialdirektor (01. 01. 1928 – 14. 02. 1934)
  • Carl Mößmer, Ministerialrat im Staatsministerium für Handel, Industrie und Gewerbe, dann Staatsministerium des Äußern, 1933 im Ministerium für Wirtschaft und Arbeit (03. 04. 1924* – 30. 03. 1933*; 01. 06. 1933* – 14. 02. 1934)
  • Gottfried Seyboth, Ministerialrat (18. 04. 1928* – 14. 02. 1934)
  • Alfred Dürr, Ministerialrat, 1932 Ministerialdirektor (14. 11. 1929* für die Dauer der Dienstbehinderung des erkrankten Staatsrats Nüßlein, 09. 01. 1930* "bis auf weiteres", 20. 03. 1930* – 14. 02. 1934)
  • Josef Gunz, Oberregierungsrat, (12. 02.* – vor Juli 1920, jeweils für die Dauer der dienstlichen oder Urlaubsabwesenheit des Ministerialdirektors Rohmer)
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6. Vertreter Bayerns bei dem Reichskommissar für die besetzten rheinischen Gebiete in Koblenz

Zwischen Herbst 1919 und April 1923 waren dem Reichskommissar Vertreter beziehungsweise Staatskommissare beim Reichskommissar der Länder, Bayern, Baden, Hessen und Oldenburg beigegeben 38).


  • Bezirksamtmann (01. 03. 1921 Regierungsrat I. Kl. mit Titel und Rang Gesandtschaftsrat) Dr. Sigmund Knoch (01. 09. 1919 – April 1923)
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Anmerkungen

 
01) Für den Aufgabenbereich des Ministerpräsidenten.
02) Für den Aufgabenbereich des Ministers des Äußern.
03) Die Regierung Held IV hat eindeutig faktisch bis zum 16. 03. 1933 bestanden, formell wohl sogar bis 27. 03. 1933 (Ziegler, Held IV, S. 68* und Anhang 2). In dieser Dokumentation wird daher durchgängig das Datum 16. 03. 1933 angegeben; hierdurch ergeben sich Überschneidungen mit den als Kommissaren tätigen Leitern der Ministerien.
04) Für die Jahre 1919/20 werden, soweit vorhanden, die sog. Ministerstellvertreter, also die unter der Regierung Hoffmann eingesetzten "politischen Staatsräte" (vgl. hierzu Lilla, Staatsräte und Staatssekretäre) unter dem Rubrum "Stellvertreter des Ministers" gesondert aufgeführt.
05)
In der Folgezeit "teilweise" weiter im Amt (vgl. Ehberger/Merz, Hoffmann I, S. 8* mit Anm. 22).
06) Bis 1920 s. Staatsrat.
07) Zunächst in der Dienststellung eines Stellvertretenden Bevollmächtigten zum Reichsrat.
08) 09. 03. 1933 von Staatsminister Stützel m. W. d. G. des ltd. Ministerialdirektors beauftragt.
09) März – Nov. 1933 Staatskommissar für das Gesundheitswesen im Staatsministerium des Innern.
10) 1937 – 1940 mit Führung der Geschäfte des ltd. Ministerialdirektors beauftragt, zugleich Stellvertreter des Staatssekretärs und Generalsekretär des Ministeriums.
11) In der Folgezeit "teilweise" weiter im Amt (vgl. Ehberger/Merz, Hoffmann I, S. 8* mit Anm. 22).
12) Ab 25. 09. bis auf weiteres beurlaubt, 10. 09. 1941 ins Generalgouvernement abgeordnet, de iure bis 1945 im Amt.
13) Klein wurde von Giesler "mit der Leitung der Geschäfte des Bayer. Staatsministers für Unterricht und Kultus beauftragt", ferner ermächtigt, "für dieses Ministerium ‚I. A.’ [!] zu zeichnen".
14) Die Funktionen des Ministerialdirektors wurden zuvor vom Staatsrat wahrgenommen, unbeschadet der Tatsache, daß es mehrere Ministerialräte mit Titel und Rang eines Ministerialdirektors gab. Nach 1939 war die Situation eher unbestimmt, zumal ab 1937 gewisse Funktionen eines Ministerialdirektors in zunehmendem Maße offenbar auch Stabsleiter Klein wahrnahm.
15) In der Folgezeit weiter im Amt (vgl. Ehberger/Merz, Hoffmann I, S. 8* mit Anm. 22).
16) Seit 11. 03. 1944 der Führung der Staatsministerien der Finanzen und für Wirtschaft beauftragt.
17) In der Folgezeit weiter im Amt (vgl. Ehberger/Merz, Hoffmann I, S. 8* mit Anm. 22).
18) Zur Zweigstelle München des Reichsverkehrsministeriums s. V 2.
19) Zur Abteilung München des Reichspostministeriums s. V 3.
20) In der Folgezeit weiter im Amt (vgl. Ehberger/Merz, Hoffmann I, S. 8* mit Anm. 22).
21) Vgl. Hadry, S. 253–257.
22) Steiner wurde als Minister bereits am 17. 03. ernannt, das Ministerium jedoch erst zum 01. 04. 1919 errichtet.
23) In der faktischen Leitung des Ministeriums durch Staatsrat v. Meinel vertreten.
24) Mit Führung der Geschäfte des Staatsministeriums beauftragt.
25) Mit der Führung der Staatsministerien der Finanzen und für Wirtschaft beauftragt.
26) Ab 1934 Dienstsitz Berlin.
27) Die Leitung der Abteilung lag nach dem Ausscheiden von Fritz Schuberth im April 1940 beim jeweiligen Minister (Siebert, Giesler), seit Juli 1943 bei Schlumprecht. Die faktische Leitung lag indes bei den Ständigen Vertretern des Abteilungsleiters (Hecker, dann Lang).
28) Vgl. auch v. Jan 1927, S. 40f.
29) Lt. Zorn, Geschichte Bayerns im 20. Jahrhundert, S. 261: "Die bayerische Regierung bestellte am 26. [Januar 1923] vorsorglich Innenminister Schweyer zum Generalstaatskommissar".

30) Ehberger/Merz, Hoffmann I, S. 172f. (Nr. 26, TOP II); S. 220 (Nr. 41, TOP VII).
31) Ausscheiden am 05. 12. 1918 im Bundesrat (§ 1054) protokolliert.
32) Übte nach seiner Bestellung zum stellvertretenden Bevollmächtigten Preußens 1918 seine Befugnisse als Bayerischer Bevollmächtigter nicht mehr aus (Niederschriften Bundesrat 1918, § 447)
33) Im Verzeichnis der Mitglieder des Staatenausschusses (Febr. 1919) als einziges Mitglied Bayerns aufgeführt.
34) Von den bayerischen Stimmen waren seit 1921 nicht alle durchgehend besetzt.. Diese Vakanzen sind durch einen kleinen Abstand kenntlich gemacht.
35) Den Hinweis auf diese (in Lilla Reichsrat nicht dokumentierte) kurzfristige Zugehörigkeit zum Reichsrat verdanke ich Andreas Schulz, Berlin. Die Ernennung Schreyers zum bayerischen Bevollmächtigten zum Reichsrat als Nachfolger für Ernst Röhm, der infolge seiner Ernennung zum Reichsminister am 01. 12. 1933 dem Reichsrat nicht mehr angehören durfte, ist in der Coburger Nationalzeitung vom 29. 01. 1934 erwähnt.
36) Niederschriften 1919, S. 610 (§ 583).
37) Niederschriften 1919, S. 610 (§ 583).

38) Vom 26. 01. 1926 bis 30. 09.1930 war der frühere bayerische Vertreter Knoch als Referent bei dem Reichskommissar angestellt.