Rauner, Otto

Rauner, Otto Adolf

* 05. 10. 1880 München, † 06. 12. 1954 München.

 

1886 – 1890 Volksschule in München, 1890 – 1899 humanistisches Gymnasium in München, 1899 Abitur, 17. 07. 1899 Eintritt in das 15. bayerische Infanterie-Regiment "König Albert von Sachsen" (Neuburg an der Donau) als Zweijährig-Freiwilliger und Fahnenjunker, 01. 10. 1899 Unteroffizier, 06. 02. 1900 Fähnrich, 01. 03. 1900 – 21. 01. 1901 zum Lehrkurs an der Bayerischen Kriegsschule zu München kommandiert, 04. 03. 1901 Leutnant, 01. 10. 1908 – 01. 07. 1911 Regimentsadjutant, 23. 10. 1910 Oberleutnant, 01. 10. 1911 zur Bayerischen Kriegsakademie in München kommandiert (44. Lehrgang), 23. 03. 1912 mit der gesetzlichen Pension unter Überführung zu den Offizieren der Landwehr-Infanterie II. Aufgebot (Landwehr II) und unter Verleihung der Aussicht auf Anstellung im Gendarmeriedienst und im Zivildienst aus dem aktiven Heeresdienst verabschiedet, Oberleutnant der Landwehr II (mit Patent vom 23. 10. 1910), 15. 04. 1912 – 30. 04. 1913 vorbereitende Beschäftigung bei dem Proviantamt München, 01. 05. 1913 zur Probedienstleistung bei der Gendarmerie-Abteilung von Niederbayern (Landshut) kommandiert (02. 05. 1913 Dienstantritt), 25. 10. 1913 Oberleutnant im Gendarmeriekorps (mit Patent und Rang vom 23. 10. 1910).

03. 11. 1914 überzähliger Hauptmann im Gendarmeriekorps, 08. 03. 1915 Adjutant der mobilen Bahnhofskommandantur 1/I. Bayerisches Armeekorps, 19. 06. 1915 Rittmeister der Feldgendarmerie, 19. 06. 1915 – 11. 04. 1918 Kommandeur des Feldgendarmerietrupps des Alpenkorps, 11. 04. – 30. 11. 1918 2. Ordonnanzoffizier des Korps-Kommandos des Alpenkorps, ab 02. 09. 1918 zugleich Kommandant des Korps-Stabsquartiers des Alpenkorps, 02. 08. 1919 mit der Erlaubnis zum Tragen der bisherigen Uniform aus dem Gendarmerie-Korps verabschiedet.

20. 10. 1919 etatmäßiger Gendarmeriehauptmann (mit Wirkung vom 01. 11. 1919) und Gendarmerie-Offizier bei der Regierung von Niederbayern (KdI), zugleich mit Wirkung vom 01. 11. 1919 in etatmäßiger Weise zum Gendarmeriehauptmann bei der Landesgendarmeriedirektion befördert unter Berufung in die Landesgendarmeriedirektion in München zur vorläufigen Dienstleistung mit sofortiger Wirksamkeit, 01. 11. 1919 – 19. 01. 1925 bei der Landesgendarmeriedirektion in München, 01. 04. 1920 Gendarmerie-Major, 16. 06. 1920 Charakter als Major (Heer) (mit DA 10. 10. 1919), 01. 08. 1920 Gendarmerie-Major mit dem Titel und Rang eines Gendarmerieoberstleutnants.

1922 – 1926 nebenberuflich neun Semester Studium der Rechtswissenschaften in München, 19. 01. – 01. 12. 1925 zur Geschäftsaushilfe in das bayerische Staatsministerium des Innern berufen, 01. 12. 1925 – 31. 05. 1933 bei der Landes-Gendarmeriedirektion in München, 13. 02. 1926 Universitätsschlussprüfung als 1. Prüfung für den höheren Justiz- und Verwaltungsdienst (Referendar-Examen) mit der Berechtigung zum Führen des Titels "Referendar", 24. 09. 1928 Gendarmerieoberstleutnant (in etatmäßiger Weise befördert) (mit Wirkung vom 01. 10. 1928), 18. 01. 1930 – 01. 06. 1933 und ab 01. 07. 1933 ordentliches Mitglied des Disziplinarhofes für nichtrichterliche Beamte.

01. 06. 1933 Gendarmerieoberst (später Oberst der Gendarmerie), 01. 06. 1933 – 31. 03. 1937 Landeskommandeur der Gendarmerie in Bayern im bayerischen Staatsministerium des Innern, zugleich (bis 15. 08. 1937) Sachbearbeiter (Referent) für Gendarmerie bzw. Leiter der Abteilung Gendarmerie im bayerischen Staatsministerium des Innern, 01. 01. 1937 – 15. 08. 1937 zugleich Inspekteur der Ordnungspolizei Bayern-Nord, 15. 08. 1937 auf eigenen Wunsch bis zur Pensionierung (01. 11.) vom Dienst beurlaubt, 01. 11. 1937 wegen Erreichens der Altersgrenze i. R., 25. 11. 1937 Charakter als Generalmajor der Ordnungspolizei a. D.

03. 09. 1939 – 20. 07. 1945 wiederverwendet als Leiter des Sachgebietes 25 (Gendarmerie) der Polizeiabteilung und "Sachbearbeiter für die Gendarmerie in Bayern" im bayerischen Staatsministerium des Innern, 12. 09. 1939 vom Reichsminister des Innern als chargierter Generalmajor der Ordnungspolizei auf Widerruf eingestellt (1940 umernannt zum chargierten Generalmajor der Polizei a. W.), 01. – 28. 02. 1941 Urlaubsvertreter des Höheren SS- und Polizeiführers Süd.

19. 07. 1945 unter Aufhebung seiner Wiederverwendung im Bayerischen Staatsministerium des Innern mit Wirkung vom 20. 07. 1945 aus der Dienstleistung ausgeschieden und in den Ruhestand zurückversetzt.

 

01. 05. 1937 NSDAP (Nr. 4.823.507).

 

Q.: Schulz/Zinke Bd. 4; Hackl, Kriegsakademie, S. 547; Münchener Jahrbuch 1922.
Portrait: Die Generäle der Waffen-SS und der Polizei. Bissendorf 2009. Band 4. S.176.

 

Weitere Informationen:

BLO-Personensuche

GND 1012824047

 

Empfohlene Zitierweise:
Joachim Lilla: Rauner, Otto, in: ders.: Staatsminister, leitende Verwaltungsbeamte und (NS-)Funktionsträger in Bayern 1918 bis 1945, URL: <https://verwaltungshandbuch.bayerische-landesbibliothek-online.de/rauner-otto> (20. September 2012).

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