Held, Heinrich

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Heinrich Held

Dr. phil. h. c.

* 06. 06. 1868 Erbach/Kreis Limburg/Lahn, † 04. 08. 1938 Regensburg; kath.

 

Bischöfliches Gymnasium in Straßburg, 1890 Abitur, 1891 – 1894 Studium der Rechts- und Staatswissenschaften, Nationalökonomie und Geschichte in Straßburg (KSTV Frankonia im KV), Marburg und Heidelberg, 1. juristische Staatsexamen in Straßburg, ab 1896 journalistische Tätigkeit in Straßburg, 1897 Redakteur des "Pfälzer Boten" in Heidelberg, 01. 05. 1899 Chefredakteur des "Regensburger Morgenblatt" bzw. ab 1900 des "Regensburger Anzeiger" (durch Heirat 1906 dann auch Miteigentümer, später Hauptgesellschafter, beider Zeitungen und der Verlagsdruckerei), 1916 Herausgeber der Zeitschrift "Die freie Donau".

28. 06. 1924 – 16. 03. 1933(1) bayerischer Ministerpräsident und Staatsminister des Äußern (ab 20. 08. 1930 geschäftsführend im Amt), 01. 07. 1924 – 10. 03. 1933 Bevollmächtigter Bayerns zum Reichsrat, 31. 03. 1927 – 30. 07. 1928 auch Staatsminister für Handel, Industrie und Gewerbe, 01. 04. 1932 Staatsminister des Äußern, für Wirtschaft und Arbeit.

15. 03. 1933 vorübergehender Besuch seines kranken Sohnes ("Flucht") in der Schweiz, lebte dann zurückgezogen in Regensburg, 1933 – 1934 Verwarnung und dreimonatige Drucksperre des "Regensburger Anzeiger".

 

[1907] als politischer Redner in der christlichen Arbeiterbewegung aktiv, 1908 – 1924 Gemeindebevollmächtigter bzw. Stadtrat in Regensburg, 1909 Mitglied des Landeseisenbahnrats, (Bayern) 1907 – 1918 (Zentrum), 1919 – [vor Okt.] 1933 (BVP, Juli 1933 fraktionslos) MdL-Bayern, Febr. 1914 – 1918 Fraktionsvorsitzender des Zentrums im bayerischen Landtag, Febr. 1914 Landesvorsitzender, 1917 Geheimer Hofrat, 1918 Mitbegründer der BVP und 1919 – 1924 Vorsitzender der BVP-Fraktion im bayerischen Landtag, 1921 Mitglied des Reichseisenbahnrats, 1921 Präsident des Deutschen Katholikentags in Frankfurt/Main, 1925 BVP-Kandidat für das Amt des Reichspräsidenten im ersten Wahlgang (3,7 Prozent der Stimmen), Dr. phil. h. c. der Universität Innsbruck und der Technischen Hochschule München, Ehrensenator der Universität Erlangen, Senator der Deutschen Akademie, 1925 Ehrenphilister von Rhenania-Innsbruck und Ottonia-München im KV. 


Bildnachweis: Bildarchiv der Bayerischen Staatsbibliothek, Porträt- und Ansichtensammlung, Bildnummer: port-011910.

 

Weitere Informationen:

BLO-Personensuche

GND 118710060

 

 


(1) Die Regierung Held IV hat eindeutig faktisch bis zum 16.3.1933 bestanden, formell wohl sogar bis 27.3.1933 (Ziegler, Held IV, S. 68* und Anhang 2). In dieser Dokumentation wird daher hier und bei den übrigen Mitgliedern des Ministerrats das Datum 16.3.1933 angegeben; hierdurch ergeben sich Überschneidungen mit den als Kommissaren tätigen Leitern der Ministerien.

 

Empfohlene Zitierweise:
Joachim Lilla: Held, Heinrich , in: ders.: Staatsminister, leitende Verwaltungsbeamte und (NS-)Funktionsträger in Bayern 1918 bis 1945, URL: <https://verwaltungshandbuch.bayerische-landesbibliothek-online.de/held-heinrich> (04. Oktober 2012).

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