Hagemeister, August

* 05.04.1879 Detmold, † 16.01.1923 Niederschönenfeld; n.e.

 

Steindruckerlehre, ab 1911 Steindrucker in München, vor 1914 führender Funktionär der Münchener Filiale des Lithographen- und Steindruckerverbandes. 07.–13.04.1919 vom Revolutionären Zentralrat gewählter Volksbeauftragter für Volkswohlfahrt. Am 09.04.1919 in Würzburg verhaftet und später zu langjähriger Festungshaft verurteilt, dort verstorben.

 

SPD, 1917 USPD, November 1918–Januar 1919 Mitglied des Provisorischen Nationalrats (Landesarbeiterrat: Revolutionsausschuss). 1918 Mitglied im Revolutionären Arbeiterrat, als dessen Vertreter 21.–28.02.1919 Mitglied des Zentralrats und im Aktionsausschuss des Rätekongresses. Ab 03.01.1919 Mitglied des Nationalgerichtshofs, 1919 USPD-Landtagskandidat im Stimmkreis Augsburg II, 1920 VKPD und Reichstagskandidat im Wahlkreis 27. 1920–16.01.1923† Mitglied des Landtags (gewählt in den Stimmkreisen München III und XIII), befand sich während der gesamten Dauer seiner Zugehörigkeit zum Landtag in Festungshaft.


Q.: Lilla, Bayerischer Landtag Nr. 191 (Schröder, MdR-MdL Nr. 080088; Weber/Herbst, S. 281; Köglmeier, Anhang VII Nr. 1; Anhang XVI Nr. 95).

 

 

Weitere Informationen:

BLO-Personensuche

GND 133130665


Empfohlene Zitierweise:
Joachim Lilla: Hagemeister, August, in: ders.: Staatsminister, leitende Verwaltungsbeamte und (NS-)Funktionsträger in Bayern 1918 bis 1945, URL: <https://verwaltungshandbuch.bayerische-landesbibliothek-online.de/hagemeister-august> (16. Oktober 2015).

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