Hacker, Elias

Hacker, Elias Gustav Heinrich

* 16.06.1892 Würzburg, † 05.12.1970 Bamberg; evang.

 

1898–1902 Volksschule, 1902–1913 humanistisches Gymnasium (mit Unterbrechungen), Abitur.

03.04.1914 Eintritt in das preußische Fußartillerie-Regiment Nr. 13 (Ulm) als Fahnenjunker. 03.08.1914–02.03.1915 im Ersatzbataillon des Fußartillerie-Regiments 13, 1915 Leutnant (mit Patent vom 19.12.1913), 05.03.1915–05.07.1917 Batterieoffizier beim ersten Bataillon des Reserve-Fußartillerie-Regiments 13. 05.07.1917–16.10.1917 Ordonnanzoffizier, 16.10.1917–17.08.1918 Adjutant beim Fußartillerie-Bataillon 43, 17.08.–26.09.1918 bei dem Ersatzbataillon des Fußartillerie-Bataillons 43, 26.09.1918–10.02.1919 Adjutant beim Stab des Oberkommandos der ersten Armee, 10.02.–29.03.1919 bei dem Ersatzbataillon des Fußartillerie-Regiments Nr. 13, 29.03.–27.08.1919 Batterieoffizier und Adjutant im Freikorps Lettow-Vorbeck, 28.08.1919–30.09.1920 Adjutant des Reichswehr-Artillerie-Regiments 9, 01.10.1920–15.06.1921 Batterieoffizier im Artillerie-Regiment 2, 15.06.1921 als Oberleutnant aus dem aktiven Heeresdienst verabschiedet.

Danach mehrere Semester Studium der Volkswirtschaft an der Universität Würzburg, 1922 Abbruch des Studiums aus finanziellen Gründen, anschließend selbständiger Kaufmann und Mitinhaber eines Geschäfts (Handel mit Schleifleder und Bimsstein) in Naumburg, dann in Würzburg.

Februar 1933 Übernahme als hauptamtlicher SA-Führer, 12.03.1933–Juli 1934 Sonderkommissar bzw. -bevollmächtigter der OSAF bei der Regierung von Unterfranken und Aschaffenburg. 01.09.1933 SA-Oberführer, 01.09.–14.09.1933 Führer der SA-Brigade Unterfranken, 15.09.1933–31.12.1934 Führer der SA-Brigade 79 "Unterfranken". 20.04.1934 SA-Brigadeführer,01.01.1935–19.04.1936 beauftragt mit der Führung der SA-Brigade 6 (Danzig), 20.04.1936–31.10.1939 Führer der SA-Brigade 6, August–Oktober 1939 im Kriegseinsatz, 01.11.1939 versetzt zum Aufbaustab der SA im Warthegau (Posen). 01.11.1939–21.01.1940 beauftragt mit der Führung des Aufbaustabes der SA im Warthegau (Posen), 22.01.1940–31.12.1941 beauftragt mit der Führung der SA-Gruppe Warthe (Posen), 20.10.1940 SA-Gruppenführer, 01.01.1942–1945 Führer der SA-Gruppe Warthe, 01.–30.06.1944 nach Bad Hall bei Linz beurlaubt, 12.07.1944 Hauptmann d.R., 20.02.1945 nach Neuruppin zur Wehrmacht einberufen.

Weiterer Lebensweg nach 1945 nicht bekannt.

 

1923 Mitglied des "Stahlhelm" in Naumburg/Saale, Dezember 1923 Eintritt in die NSDAP in Hamburg. 1923–1924 Führer eines Völkischen Turnerbundes innerhalb des "Stahlhelm". 1924–1926 Abschnittskommandeur des "Frontbann" im Saale-Abschnitt, 1924 Mitglied des Völkisch-Sozialen Blocks, 20.07.1925 Wiedereintritt in die NSDAP/Ortsgruppe Naumburg (Mitgliedsnr. 11.005), 1925–1926 Mitglied des "Wehrwolf" (angeblich auf Anordnung der "Frontbann"-Führung), 1926 Austritt aus der NSDAP, 01.10.1929 Wiedereintritt in die NSDAP/Ortsgruppe Naumburg (Nr. 153.928). 17.11.1929–Januar 1932 Mitglied und Führer der Stadtverordnetenfraktion der NSDAP in Naumburg, 25.04.1930–Januar 1932 unbesoldeter Stadtrat in Naumburg, 18.10.1931 Teilnehmer am SA-Aufmarsch in Braunschweig. 23.12.1931 Eintritt in die SA, 23.12.1931–Januar 1932 beauftragt mit der Führung der SA-Standarte 9 (Würzburg). Januar 1932–13.04.1932 beauftragt mit der Führung der SA-Untergruppe Unterfranken, 01.07.1932 SA-Standartenführer, 01.07.1932–31.08.1933 beauftragt mit der Führung der SA-Untergruppe Unterfranken, April–14.10.1933 MdL (Bayern).

 

Q.: Lilla, Bayerischer Landtag Nr. 189.

 

Weitere Informationen:

BLO-Personensuche

GND 138082340

 

Empfohlene Zitierweise:
Joachim Lilla: Hacker, Elias, in: ders.: Staatsminister, leitende Verwaltungsbeamte und (NS-)Funktionsträger in Bayern 1918 bis 1945, URL: <https://verwaltungshandbuch.bayerische-landesbibliothek-online.de/hacker-elias> (25. November 2015).

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