Frauendorfer, Heinrich Ritter v.

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Heinrich Ritter v. Frauendorfer

* 27.09.1855 Höll bei Waldmünchen/Oberpf., † 23.07.1921 Geiselgasteig/München (Freitod); kath.

 

Gymnasien in Metten, Regensburg und Landshut, ab 1874 Studium der Rechtswissenschaften in München (1874 Corps Makaria im KSCV; 1903 Corps Teutonia Halle im KSCV).

1880 Assistent bei der Verwaltung der bayerischen Staatsbahnen, 1882 Eintritt in den bayerischen Staatsdienst als Rat bei der Generaldirektion der bayerischen Staatseisenbahnen, verwendet im Staatsministeriums des K. Hauses und des Äußern, 01.08.1899 Oberregierungsrat im Staatsministerium des K. Hauses und des Äußern (Verkehrsabteilung), 01.08.1900 Ministerialrat und Leiter der Verkehrsabteilung.

01.01.1904–12.02.1912 bayerischer Staatsminister für Verkehrsangelegenheiten (neu gegründetes Ministerium), 01.02.1910–12.02.1912 Bevollmächtigter Bayerns zum Bundesrat. 12.02.1912 als Minister i.R. (wegen seiner Ablehnung der Forderung des Zentrums, die Beamten zu verpflichten, sich nicht als Sozialdemokraten zu betätigen), 08.11.1918–07.08.1920 bayerischer Staatsminister für Verkehrsangelegenheiten, Dezember 1918 als Gesandter in Berlin ins Auge gefaßt. 15.05.1919–04.06.1920 Bevollmächtigter Bayerns zum Reichsrat, 05.05.1920 Staatssekretär und Vorstand der Zweigstelle Bayern des Reichsverkehrsministeriums, Selbstmord wegen Verstrickung in einen Münzfälschungsskandal(1). 

 

Q.: Lilla, Reichsrat Nr. 171; Bildnachweis: Bildarchiv der Bayerischen Staatsbibliothek, Porträt- und Ansichtensammlung, Bildnr.:  port-024495.

 

Weitere Informationen:

BLO-Personensuche

GND 116721251

 

 


(1) Frauendorfer war ein bekannter Numismatiker.

 

Empfohlene Zitierweise:
Joachim Lilla: Frauendorfer, Heinrich Ritter v., in: ders.: Staatsminister, leitende Verwaltungsbeamte und (NS-)Funktionsträger in Bayern 1918 bis 1945, URL: <https://verwaltungshandbuch.bayerische-landesbibliothek-online.de/frauendorfer-heinrich> (19. Februar 2015).

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