Daudistel, Albert

* 02.12.1890 Frankfurt am Main, † 30.07.1955 Reykjavik; n.e.

 

Um 1908 Matrose, ab 1914 Kriegsdienst, 1915 wegen Meuterei vom Kriegsgericht zu zehn Jahren Militärgefängnis verurteilt, November 1918 bei den revolutionären Mannschaften der Marine.

April 1919 (Nachfolger von Felix Noeggerath) Volkskommissar beim Zentralkommissariat für politisch Verfolgte und auswärtige Revolutionäre [Flüchtlingskommission]. Nach der Münchener Räterepublik zu sechs Jahren Festungshaft verurteilt, Haftverbüßung in Niederschönenfeld, dann Schriftsteller. Mitglied im Bund proletarisch-revolutionärer Schriftsteller Deutschlands (bis 1930 [Ausschluss]).

Mitte der 1930er Jahre (von der Gestapo gesucht) Flucht in die Tschechoslowakei, von dort mit kommunistischer Hilfe nach Dänemark und Island, lebte dort bis zu seinem Tod.

 

Q.: Wikipedia: Albert Daudistel (26.11.2014); Killy, Literaturlexikon 2 (1989).

 

Weitere Informationen:

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GND 116033673


Empfohlene Zitierweise:
Joachim Lilla: Daudistel, Albert, in: ders.: Staatsminister, leitende Verwaltungsbeamte und (NS-)Funktionsträger in Bayern 1918 bis 1945, URL: <https://verwaltungshandbuch.bayerische-landesbibliothek-online.de/daudistel-albert> (26. November 2014).

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