Reiner, Rolf (Rudolf)

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Rolf Reiner
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Rolf Reiner

* 02. 01. 1899 Gmunden am Traunsee (Österreich), † 27. 08. 1944 Braila (gefallen).

 

Realgymnasium in München, 15. 01. 1917 Eintritt in das Ersatzbataillon des 2. Württembergischen Infanterie-Regiments Nr. 120 (Ulm) als kriegsfreiwilliger Fahnenjunker, 03. 01. – Nov. 1918 im Fronteinsatz, 20. 05. 1918 Leutnant, Jan. – April 1919 Angehöriger des Württembergischen Freikorps Haas (München), Mai 1919 – Aug. 1922 in der 1. MG-Kompagnie des Schützen-Regiments 13 (Schwäbisch-Gmünd), 1920 – 1923 Studium an der Universität München.

08./09. 11. 1923 Teilnahme am Hitler-Putsch in München, dafür zu 1 Jahr und 3 Monaten Festungshaft verurteilt, Haft in Landsberg, 1928 – Dez. 1930 (gemeinsam mit Ernst Röhm) in Bolivien, Jan. 1931 SA-Standartenführer, Jan. 1931 Adjutant des Chefs des Stabes der SA, 18. 12. 1931 unter Beibehaltung seiner Dienststellung in die SS versetzt, 18. 12. 1931 SS-Oberführer, 22. 02. 1932 offizielle Aufnahme in die SS (Mitgliedsnr. 23.077), 01. 07. 1932 – 20. 04. 1933 1. Adjutant des Chef des Stabes der SA.

01. 02. 1933 – 01. 07. 1934 Stabsführer und Stellvertretender Leiter des Verbindungsstabes der NSDAP (Berlin), zugleich Abteilungsleiter der Verbindungsabteilung M2 im Stab der Obersten SA-Führung, 01. 03. 1933 SS-Gruppenführer, 20. 04. 1933 –  30. 06. 1934 Vortragender Adjutant der SA beim Führer, 01. 05. 1933 – 20. 07. 1934 SS-Führer im Stab der Obersten SA-Führung, 17. 05. 1933 Gründer des "Führerstabes" der NSDAP bei der Reichsbahn, 1933 Konsul, [Sept.] 1933 Legationsrat bei der Bayerischen Vertretung in Berlin, 22. 09. 1933(1) – 31. 12. 1934 Mitglied des Verwaltungsrates der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft (Vertreter Bayerns), 03. 03. –  30. 06. 1934 Chef des Ministeramtes des Reichsministers Ernst Röhm (Berlin).

01. 07. 1934 im Zusammenhang mit dem sog. "Röhm-Putsch" verhaftet, 20. 07. 1934 zum Stab RFSS rückversetzt, dann jedoch aus der SS ausgeschieden, 06. 11. 1934 durch einstweilige Verfügung des Stellvertreters des Führers aus der NSDAP ausgeschlossen, 16. 11. 1934 Beschwerde Reiners gegen den Parteiausschluss, 18. 12. 1934 "mit der Verpflichtung, sich zu seinem Vater nach Garching a. d. Alz zu begeben, bis auf weiteres aus der Schutzhaft beurlaubt", 07. 03. 1935 aus der Haft entlassen.

[1936] bei der Bergwerksgesellschaft "Hibernia" in Herne und später bei der Reichswerke AG "Hermann Göring" in Watenstadt tätig, 23. 03. 1937 Aufhebung des Parteiausschlusses durch das Oberste Parteigericht der NSDAP (unter gleichzeitiger Erteilung einer Verwarnung), 20. 09. 1939 für Kriegsdauer zur Flak-Untergruppe Braunschweig einberufen (bis 04. 02. 1942), 04. 02. 1942 – Nov. 1943 bei der Flak-Gruppe eines Feldflughafens, 1942 Oberleutnant d. R., Nov. 1943 erkrankt, zuletzt in einer Flak-Einheit.

 

1921 Eintritt in die "Reichskriegsflagge", Sept. – 09. 11. 1923 Adjutant des militärischen Leiters (Kriebel) des "Deutschen Kampfbundes - Kampfgemeinschaft Bayern", 01. 09. 1930 Eintritt in die NSDAP (Nr. 297.947), 18. 10. 1931 Teilnehmer am SA-Treffen in Braunschweig.

 

Q.: Mitt. Andreas Schulz.
Bildnachweis: Bildarchiv der Bayerischen Staatsbibliothek, Fotoarchiv Hoffmann, Bildnummer: hoff-19308/ hoff-69048.

 

Weitere Informationen:

BLO-Personensuche

GND 101162723X

 

 


(1) Nachträgliche Bestätigung der zuvor vom Reichsverkehrsminister "im Einvernehmen mit dem Reichskanzler" ernannten Verwaltungsratsmitglieder durch die Reichsregierung (AdR Hitler I, S. 825f.).

 

Empfohlene Zitierweise:
Joachim Lilla: Reiner, Rolf (Rudolf), in: ders.: Staatsminister, leitende Verwaltungsbeamte und (NS-)Funktionsträger in Bayern 1918 bis 1945, URL: <http://verwaltungshandbuch.bayerische-landesbibliothek-online.de/reiner-rolf> (05. Oktober 2012).